Gerne informieren wir euch über unsere nächste Fachtagung
Brillen- und Schuhtausch – Barrieren überwinden, um zu verstehen
Zwischen fachlicher Sicht und individueller Lebenswelt
Datum: Donnerstag, 11. Dezember 2025
Ort: «La Chapelle», Niederbip (gut erreichbar mit ÖV, Parkplätze vorhanden)
Zielgruppe: Fachpersonen aus sozialer Arbeit, (ambulant und stationär), KESB, EB, Sozialdiensten, Schule, Recht und interessierte Personen

Thema
In unserer Arbeit merken wir oft, wie schwer es ist, die Lebensrealität belasteter Menschen wirklich zu verstehen. Zwischen fachlicher Sicht und individueller Lebenswelt besteht eine Lücke. Die Tagung lädt ein, diese Barrieren zu hinterfragen und die Perspektive der Betroffenen einzunehmen.
Programminhalte
Margot Vogel Campanello. Studiengangsleiterin Master BFH präsentiert:
«Mit den Augen der Eltern und Kinder. Perspektiven auf Familien(er)leben in Erwerbsarmut»
Das Forschungsprojekt untersucht, wie Familien in Erwerbsarmut ihren Alltag meistern und welche Herausforderungen bei Arbeit, Sorge und prekären Lebenslagen entstehen. Ziel ist, die Perspektiven der Betroffenen sichtbar zu machen und für ihre Belastungen zu sensibilisieren. Fachkräfte der Sozialen Arbeit können durch Reflexion dieser Sichtweisen zur Verbesserung von Strukturen und mehr Chancengerechtigkeit für Kinder beitragen.
Ein „Potpourri an Stimmen“ bringt Forschung, Praxis und Erfahrung zusammen, moderiert von Margot Vogel Campanello
Betroffene und Fachpersonen teilen ihre Erfahrungen; Teilnehmende erhalten Einblicke aus erster Hand.
Teilnehmende und am Nachmittag Workshop-Verantwortliche
Mona Ben Brahim | Michelle Graf | Marcel Meury | Jasmin Sonderegger | Franziska Weder | Desiree Righetti | Daniel Gnägi
Workshops am Nachmittag
Die Workshops finden zweimal statt.
Interaktive Teilnahme – Ihre Perspektive und Erfahrungen sind gefragt. Bitte für zwei Workshops anmelden:
A Margot Vogel Campanello
Prof. Dr. , Studiengangsleiterin Master BFH
Professionelles Handeln zwischen Empathie, Authentizität und
Machtasymmetrien
B Franziska Weder
lic.phil. I, Kulturanthropologin, Doktorandin Universität Basel und Leiterin
casaltra
Blinder Spagat oder leichtfüssiger Sprint?
Möglichkeiten eines zielorientierten Laufens mit zwei verschiedenen Schuhen und Brillen
C Jasmin Sonderegger
Erfahrungsexpertin (suchtbelastete Familie, Kinderheim),
Protagonistin Dokumentationsfilm Löwenzahnkind
Wieviel „Kind“ passt in eine Akte?
Zwischen Fachlichkeit und echter Begegnung
D Desiree Righetti
Careleaverin, Sozialarbeiterin BSc, Leitung Careleaver Netzwerk Region Bern
Mona Ben Brahim
Careleaverin, Sozialarbeiterin BSc, Kindernotaufnahmegruppe Kinosch
«Schöne heile Welt»: Zwischen Utopie und Alltag – Careleaver*innen im System
E Marcel Meury
Marcel Meury aka Mars Alive verfolgt eine transdisziplinäre künstlerische
Praxis, die in einem sozioökonomischen Interesse verankert ist.
„Transgenerationale Weitergabe – und was hat das alles mit mir zu tun?»
Die Geschichte eines Menschen ist immer auch eine Geschichte der ihn um
gebenden gesellschaftlichen Machtverhältnisse.
F Michelle Graf, Sozialarbeiterin Stadt Langenthal
macht .macht. machtlos?
Wo Fachpersonen und Betroffene miteinander in Kontakt treten, zeigen sich
immer auch Machtunterschiede: Wer entscheidet – und wer erlebt?
G Daniel Gnägi Geschäftsinhaber IKuB, Sozialpädagoge FH, BLaw, Kinderanwalt
Im Spannungsfeld zwischen «Sein» und «Schein»
Lasst uns in den Schuhen und mit der Brille des Gegenübers die Welt erleben,
und wir verstehen besser, was wirklich zählt.
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Anmeldung nicht mehr möglich
Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung und die Rechnung wird Ihnen im Vorfeld an die Rechnungsadresse zugesendet. Erst nach erfolgreicher Bezahlung, ist Ihre Anmeldung definitiv.
Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter administration(ät)ikub.ch oder unter 032 530 15 07
