Input: Mit den Augen der Eltern und Kinder. Perspektiven auf Familien(er)leben in Erwerbsarmut
Der Input beleuchtet auf der Grundlage eines laufenden Forschungsprojekts die Lebensverhältnisse von Familien, die in Erwerbsarmut leben. Im Zentrum steht die Frage, wie Eltern und Kinder ihren Alltag erleben, gestalten und organisieren und welche Herausforderungen sich im Spannungsfeld von Erwerbstätigkeit, Sorgearbeit und prekären Lebensbedingungen ergeben. Ziel ist es, die Perspektiven der Betroffenen sichtbar zu machen und dadurch eine Sensibilisierung für ihre Nöte, Belastungen und Handlungsweisen zu fördern. Der Fokus liegt auf Vereinbarkeitsfragen sowie auf den Auswirkungen arbeitsmarktlicher Veränderungen auf Familienleben, Elternschaft und das Aufwachsen von Kindern. Damit werden Ansatzpunkte aufgezeigt, wie Fachpersonen der Sozialen Arbeit durch die Wahrnehmung und Reflexion dieser Perspektiven, dazu beitragen können, strukturelle Rahmenbedingungen zu verbessern und einen Zuwachs an Chancengerechtigkeit von Kindern zu erreichen.
Workshop: Professionelles Handeln zwischen Empathie, Authentizität und Machtasymmetrien
Der Workshop lädt zur Reflexion der eigenen Rolle in der Arbeit mit Familien (in prekären Lebenssituationen) ein. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Authentizität, Empathie, Sprache und Zuhören. Der oft verwendete Begriff der „Augenhöhe“ wird hinterfragt: Was meint er genau, und wie lassen sich die damit verbundenen Vorstellungen kritisch reflektieren, insbesondere angesichts realer Machtasymmetrien? Ziel ist es, gemeinsam und anhand von Beispielen Anregungen für ein professionelles Handeln zu entwickeln, das die Perspektiven von Eltern und Kindern ernst nimmt und in der Praxis wirksam werden kann.

